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Die Sklaverei läßt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein der Freiheit gewährt.
Decimus Iunius Juvenal
römischer Redner und Satirendichter
Kein Bösewicht kann glücklich sein.
Um verlorenes Hab und Gut werden die echtesten Tränen geweint.
Je jünger ein Land, um so mehr bemüht es sich darum, eine Geschichte zu haben.
Wer den Neid nicht ertragen kann, muß auch den Ruhm nicht wollen.
Der Spaß ist unerschöpflich, nicht der Ernst
Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überläßt es dem Dichter, wann man einschläft.
Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel
Neid ist die Eifersucht darüber, daß sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt.
Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
Wer im Geld schwimmt, hält einen Rettungsring für eine Zumutung.
Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
Ohne Vorbehalte kann man nur mit jemandem diskutieren, wenn dieser von der Sache nichts versteht.
Manche Menschen sind wie gewaltige Berge: je höher, um so eisiger.
Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben.
Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären.
An nichts gewöhnt man sich so schnell wie an das langsame Arbeiten.
Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
Wenn man in seinen Gedanken versinkt, darf man sich nicht mit seichtem Wasser begnügen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
Manche hübsche Weintraube eines Weisen lebt weiter als Rosine im Kopf eines Narren.
Genau die Kraft, die gefehlt hat, um einen Sieg zu erringen braucht man, um eine Niederlage zu verkraften.
Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt.
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?
Man glaubt gar nicht, wieviel gedruckt wird, ohne daß es jemals gelesen wird.
Schon mancher dumme Verlierer wurde der heimliche Sieger.
Die Lüge ist die Tarnkappe eines feigen Menschen.
Daß Frauen bisweilen boshafter sein können als Männer, mag daran lieben, daß die Erbsünde zuerst in sie gefahren ist.
Gegen das zunehmende Wissen der Menschen wäre nichts einzuwenden, wenn sie dadurch gescheiter würden.
Wenn ein freundlicher Mensch auch noch zuverlässig ist, dann haben wir es schon mit einem halben Engel zu tun.
Die unangenehmsten Reichen sind die, die nicht einsehen wollen, wie arm sie sind.
Das Leben ist eine Treppe: Wir wissen nie, ob es mit uns aufwärts oder abwärts geht.
Wer Phrasen drischt, wird Phrasen ernten.
Versuchungen sind wie eine Stechmückenplage: Während wir eine erschlagen, sind tausend andere da.
Künstler wird man aus Verzweiflung.
Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen.
Der Wunsch ist ein Wille, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.
Pläne sind die Träume der Verständigen.
Ohne Leiden bildet sich kein Charakter.
Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.
Die Schwester der Gleichgültigkeit ist die entsetzliche Langeweile, ihr Bruder der Müßiggang; eine furchtbare Sippschaft.
Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.
Wer unter Toren schweigt, läßt Vernunft, wer unter Vernünftigen schweigt, Torheit vermuten.
Reue ist Verstand, der zu spät kommt.
Wer andere zum Lachen bringen kann, muß ernst genommen werden; das wissen alle Machthaber.
Ein Scherz, ein lachendes Wort entscheidet über größte Dinge oft treffender als Ernst und Schärfe.
Aller höherer Humor fängt damit an, daß man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.
Ein Komiker ist ein Mensch, der nichts, aber auch gar nichts ernst nimmt - außer sich selbst.
Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.
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