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Man kann keine Einheit erzielen, wenn man sich gegenseitig auf die Füße tritt.
Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen, was man weiß.
Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren.
Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.
In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.
Eine dumme, einfältige Frau ist ein Segen des Himmels.
Die Arbeit hält drei große Laster fern: Langeweile, Laster und Not.
Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.
Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde.
Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen.
Der Mensch wird ohne Grundsätze, aber mit der Fähigkeit geboren, sie alle in sich aufzunehmen.
Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten Manieren.
Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.
Es ist komisch, daß kein Mensch mit Esprit ein Glück möchte, das auf Dummheit gegründet ist, und doch ist es klar, daß man dabei einen guten Tausch machen würde.
Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths.
Der Fortschritt von Fluß zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.
Alle Kriege sind nur Raubzüge.
Wer dem Verbrechen Nachsicht übt, wird sein Komplize.
In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.
Das beste Mittel, um getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen.
Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen.
Heuchelei ist eine Huldigung, welche das Laster der Tugend darbringt.
Man sollte sich darüber wundern, daß man sich überhaupt noch wundern kann.
Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle anderen.
Es ist beschämender, seinen Freunden zu mißtrauen, als von ihnen getäuscht zu werden.
Es gibt viele Mittel gegen die Liebe, aber keins ist unfehlbar.
Liebe und Klugheit sind nicht füreinander gemacht: Wächst die Liebe, so schwindet die Klugheit.
Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen, denn wir sagen sie uns oft selber nicht.
Greise geben gern gute Lehren, um sich zu trösten, daß sie nicht mehr imstande sind, schlechte Beispiele zu geben.
Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.
Wir würden uns oft unserer schönsten Taten schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie hervorgehen.
Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.
Es ist viel leichter, einen ersten Wunsch zu unterdrücken, als sich die Wünsche zu erfüllen, die der erste nach sich zieht.
Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als Geist.
Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.
Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, daß es einem übel bekommt.
Der Beifall, der neuen Größen gespendet wird, entstammt nur zu oft dem Neid auf die bereits vorhandenen.
Gekünstelte Einfalt ist eine feine Heuchelei.
Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.
In der Freundschaft wie in der Liebe ist man oft glücklicher durch das, was man nicht weiß, als durch das, was man weiß.
Wir lieben immer die Menschen, die uns bewundern. Aber nicht immer die, die wir bewundern.
Mit nichts ist man freigebieger als mit gutem Rat.
Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden um die Mängel des Geistes zu verbergen.
Der Gleichmut der Weisen ist nichts als die Kunst, seine Erregung im Herzen zu verschließen.
Man weist ein Lob zurück in dem Wunsch, nochmals gelobt zu werden.
Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?
Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.
Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.
Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.
Die Philosophen verdammen den Reichtum nur, weil wir ihn schlecht gebrauchen.
Damit wir immer gut sein können, müßten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns böse sein zu können.
Man gibt Ratschläge, aber die Ausführung bringt man keinem bei.
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