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Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.
Wenn man lange genug gelebt hat, erkennt man, daß es am Ende doch nicht auf den Himmel, sondern auf die Menschen ankommt.
Wenn Frauen sich schön anziehen, sind sie wahrscheinlich der Ansicht, die Männer hielten sie unbekleidet für genauso reizvoll.
Ein Snob ist jemand, für den der Hummer nur die Vorspeise zu einer Pellkartoffel ist.
Was ist das erste, wenn Herr und Frau Müller in den Himmel kommen? Sie bitten um Ansichtskarten.
Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht.
Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.
Es ist merkwürdig, daß ein mittelmäßiger Mensch oft vollkommen recht haben kann und doch nichts damit durchsetzt.
Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig.
In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am anderen.
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
Die Weltanschauungen mancher Menschen gleichen lächelnden Festungen.
Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins sichtbare.
Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster.
Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.
Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
Einander kennenlernen heißt lernen, wie fremd man einander ist.
Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn Du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst.
Für mich gibt es nur ein Mittel, um die Achtung vor mir selbst nicht einzubüßen: fortwährende Kritik.
Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.
Jeder Mensch ist ein neuer Versuch der Natur, über sich ins Reine zu kommen.
Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst.
Es ist immer dasselbe: eingeräumte Rechte sind auferlegte Pflichten.
Wissenschaft: Statt vieler kleiner x macht man ein großes.
Der Fluch ist das Gebet des Teufels.
Sprechen heißt urteilen. Schweigen heißt geurteilt haben.
Denken, das heißt eingesehen haben, daß das Wissen zu Ende geht.
Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war.
Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist, daß immer die falsche Hälfte geglaubt wird.
Talente finden Lösungen, Genies entdecken Probleme.
Allein sein zu müssen ist das schwerste, allein sein zu können das schönste.
Angst ist der Preis, den wir für unsere Beweglichkeit zahlen. Pflanzen und Steine kennen keine Angst.
Wer seine Gegenwart vernichten will, braucht nur seine Vergangenheit zu "bewältigen". Wir leben von dem, was wir nicht verdauen können.
Die Güte darf nur bis zu dem Punkt reichen, wo sie in Dummheit umschlägt.
Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
Auch den letzten Traum zerstört das Fernsehen: Es ist kein Vorteil mehr, Analphabet zu sein.
Die Leute sind gar nicht so dumm, wie wir sie durchs Fernsehen noch machen werden.
Frauen müssen das letzte Wort behalten - aber leider nicht für sich.
Als Kind ist einem doch die Welt ziemlich klar - und wenn man stirbt, weiß man gar nichts.
Ein Kollege von mir berichtete mir von einem Fernsehstar, dessen Eitelkeit so weit gediehen war, daß er sich sogar zu verbeugen pflegte, wenn der Regen an die Fenster klatschte.
Ein Millionär befürchtet immer, daß sein Vermögen kleiner wird. Ich befürchte, daß mein Unvermögen immer größer wird.
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