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Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.
Alle Narrheit erschöpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit
Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind.
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
Es kann das Volk sein eigener Tyrann sein, und es ist es oft gewesen.
Das Geheimnis der Macht besteht darin, zu wissen, daß andere noch feiger sind als wir.
Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand.
Ein Mann von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird auch nie etwas Dummes hören.
Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, nur die der Freiheit nicht.
Minister fallen wie Butterbrote: gewöhnlich auf die gute Seite.
Das Schmollen der Weiber ist nichts als ein Guerillakrieg, den sie gegen die konzentrierte Macht der Männer führen, ein Krieg, in dem sie immer siegen.
Die einzige Art zu betrügen, die noch Erfolg hat, ist - offenherzig zu sein.
Man ist nur Herr, sich den ersten Becher zu versagen, nicht den zweiten.
Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert.
Die echten Schriftsteller sind Gewissensbisse der Menschheit.
Der Mensch ist, was er ißt.
Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig.
Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden.
Mit dem Reichtum fertig zu werden ist auch ein Problem.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es einen Menschen gibt, der nicht immer neue Bedürfnisse hat.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.
Euklid
griechischer Philosoph und Mathematiker
Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik.
Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.
Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.
Ein Friedlicher ist einer, der sich totschießen läßt, um zu beweisen, daß der andere ein Aggressor gewesen ist.
In Kants Jahren konnte der Aufklärer nicht aufklären, weil man ihn nicht ließ, zu unserer Zeit nicht, weil man ihn nicht liest.
Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen.
"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" - Kommentar: sagen sie, und leben vom Brot und von dieser Warnung.
Besser ein anregender Pornograph als ein mausetoter Klassiker.
Wie mutig man ist, weiß man immer erst nachher.
Intellektuelle sind seltener wohlwollend gegeneinander als Einheimische gegen Gastarbeiter.
Trost und Rat sind oft die Abwehr eines Nichtbetroffenen gegen das Leid eines Betroffenen.
Es ist immer die Leistung, die bestimmt, wer zur Elite zählt.
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
Man ist schlecht beraten, wenn man nur mit Leuten zusammenarbeitet, die nie widersprechen.
Künstler wird man aus Verzweiflung.
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